1000 Euro für Süßes

haribo dunker big

Ein namhafter deutscher Süßwarenhersteller schreibt einen Kreativwettbewerb für einen Kunstkalender aus und verschickt erstmal eine Kiste mit Süßigkeiten an alle Teilnehmer. Da muss man als Gestalter doch mitmachen, oder?

Natürlich wollte die GGF2A teilnehmen, obwohl das mit dem Mitmachen erst gar nicht so einfach war, denn es handelte sich um einen Einladungswettbewerb für die „Avantgarde der zukünftigen Mediengestaltung“ an deutschen Hochschulen. Aufgrund einer höflichen Anfrage durfte die Klasse dann aber doch am Wettbewerb teilnehmen.

Der Gestaltungsauftrag bestand darin, ein Kalenderblatt anhand eines individuell gewählten Produkts zu gestalten, um die Freude darzustellen, die der Verzehr dieser Süßigkeit bereitet. Im Prinzip ging es also um die kreative Umsetzung des Firmenmottos „... macht Kinder froh und Erwachsene ebenso!“ - dafür ließ sich der Süßwarenhersteller nicht lumpen und schickte eine große Probenkiste ans Berufskolleg.

Am Anfang landeten noch mehrere Tüten Süßes pro Woche in den Mägen der beteiligten Schüler (und Lehrer). Irgendwann wurde dann aber auch dem größten Süßkramliebhaber klar, dass er oder sie gerade dabei war, das Rohmaterial für den eigenen Wettbewerbsbeitrag zu vertilgen. Da musste sogar die ein oder andere Tüte aus eigener Tasche nachgekauft werden ...

Vivien Dunker und Julia Gräber, die die Schule inzwischen verlassen hat, gestalteten eine Clutch, also eine festliche Abendhandtasche und ein Armband aus Colo-Rado. Dann inszenierten sie ihr Produkt mit Hilfe der abteilungseigenen Studiofotografieanlage und reichten ihren Wettbewerbsbeitrag ein. Der wurde zum Kalendermotiv des Monats Februar gewählt  und mit einem Preisgeld von 1000 Euro belohnt, das die Gewinnerinnen gerecht untereinander aufgeteilt haben.

von Katja Schrade

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