Großhandelskaufleute in der Öffentlichkeit
Art, Dauer und Aufnahmevoraussetzungen
Die Ausbildungsbetriebe verlangen als Eingangsvoraussetzung einen guten Erweiterten Ersten Schulabaschluss, den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife), die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife.
Bewerbungsverfahren
Nach Durchsicht der Bewerbungsunterlagen werden die Bewerberinnen und Bewerber zu einem Berufseignungstest oder einem persönlichen Gespräch eingeladen. Die Anforderungen an die Bewerber und die Einstellungsbedingungen der Unternehmen sind jedoch unterschiedlich. Es ist daher zweckmäßig, sich rechtzeitig bei den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben über Bewerbungstermine, Einstellungsbedingungen, Auswahltests und Vorstellungstermine zu informieren.
Wichtig sind gute Deutschkenntnisse (Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung) und angemessene Mathematikkenntnisse.
Abschlüsse in der Berufsschule
Der erfolgreiche Besuch der Berufsschule wird durch ein Berufsschulabschlusszeugnis dokumentiert. Mit dem Berufsschulabschluss wird ein dem Erweiterten Ersten Schulabschluss gleichwertiger Abschluss erworben. Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) und der Erwerb der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe sind bei entsprechender Berufsschulabschlussnote, bestandener Berufsabschlussprüfung und Nachweis der notwendigen Englischkenntnisse möglich. Nähere Informationen erhalten alle Auszubildenden am Anfang des Schuljahres.
Berufsabschluss
Die Abschlussprüfung erfolgt in zwei Teilen als „gestreckte Abschlussprüfung“. Eine Zwischenprüfung findet nicht statt. Der erste Teil der Prüfung erfolgt zur Mitte der Ausbildung und umfasst die ersten fünfzehn Monate. Mit bestandener Abschlussprüfung endet das Ausbildungsverhältnis. Bei Nichtbestehen kann die Abschlussprüfung nach einem halben Jahr, insgesamt maximal zweimal wiederholt werden.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Neben betriebsinternen Qualifizierungsmaßnahmen gibt es zahlreiche Weiterbildungsangebote wie
• die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Betriebswirt/in (z.B. am Berufskolleg des Märkischen Kreises in Iserlohn; auch in Kombintation mit dem Bachelor of Arts möglich)
• die Weiterbildung zum Fachwirt IHK mit unterschiedlichen Schwerpunkten
• ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität.
Unterricht
Die Anmeldung zum Berufschulunterricht erfolgt über den Ausbildungsbetrieb. Die Auszubildenden besuchen zweimal in der Woche die Berufsschule (insgesamt 12 Wochenstunden).
Ihre Unterrichtsfächer im berufsbezogenen Bereich sind:
• Geschäftsprozesse im Groß- und Außenhandelsmanagement (GPG)
• Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
• Wirtschafts- und Sozialprozesse
• Fremdsprachliche Kommunikation (Englisch)
Im berufsübergreifenden Lernbereich werden außerdem unterrichtet:
• Deutsch/Kommunikation
• Religionslehre
• Politik/Gesellschaftslehre
• Sport/Gesundheitsförderung
Der Differenzierungsbereich beinhaltet Fächer wie Kaufmännisches Rechnen und Datenverarbeitung.
Auslandspraktika
Der Bildungsgang ermöglicht Ihnen, im Rahmen Ihrer Ausbildung zur Kauffrau/ zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement ein mehrwöchiges Praktikum im EU-Ausland durchzuführen, sofern der Ausbildungsbetrieb zustimmt. Für die Finanzierung des Aufenthalts stehen Mittel aus dem Programm „Erasmus+“ zur Verfügung – eine geringfügige Eigenbeteiligung kann erforderlich werden.
Persönliche Beratung:

