Nicht nur Greta von Thunberg hat sich mit dem Thema beschäftigt, wie das Leben nachhaltiger gelebt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums haben sich im Rahmen der Kurse Wirtschaftsethik und Kunst eigene Gedanken gemacht. Viele Schülerinnen und Schüler haben sich für ein Upcycling entschieden und aus alten Gegenständen oder aus Plastikmüll neue Gegenstände erschaffen. Alte Lampenschirme wurden umgestaltet und erstrahlten im modernen Design, zum Beispiel mit der Silhouette einer Skyline. Alte Zeitungen wurden durch spezielle Falttechniken zu Schalen und Körben, ein altes Buch in Kombination mit dem Stiel eines alten Rechens wurde zu einem kreativen Besen à la Pinterest umfunktioniert. Außerdem entstanden Lichterketten, ein Kickertisch, ein Wandbild aus Puzzleteilen, Mosaik-Windlichter aus alten CDs und viele weitere kreative Produkte. Zu den Highlights gehörten auch ein geräumiges Regal aus alten, beschädigten EURO-Paletten sowie verschiedene Vogelhäuser aus alten Milchverpackungen, die ein Arbeitsteam gemeinsam für den Schulgarten gestaltet hat.

Nachhaltigkeit2019 002 Bb

Katharina Heim (Gy 12 Kurs Wirtschaftsethik) präsentiert eine Upcycling-Lampe

Eine andere Gruppe hat sich für ein „Awareness-raising“ Projekt entschieden und ein Plakat erstellt, welches auf den fehlenden Umweltschutz und auf die Unmengen an Plastikmüll hinweisen sollte.

Nachhaltigkeit2019 003 Bb

Video über den Verzicht von Fleischkonsum; Hamza Kaddouri und Émile Konrad

Ein Schüler hat das Projekt besonders ernst genommen und hat für die gesamte Projektdauer von vier Wochen auf den Konsum von Fleisch verzichtet. Wie er das Experiment durchgestanden und sich dabei gefühlt hat, hat er in seiner Arbeitsgruppe im Rahmen eines Interviews festgehalten, welches den Besucherinnen und Besuchern am 25.06. 2019 im Atrium des Berufskollegs in Form eines Videos präsentiert wurde.

Nachhaltigkeit2019 004 Bb

Kickertisch

Die Lehrkräfte Martina Wehmer, Lars Wedekin und Marina Gibeau haben das Projekt mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam auf die Beine gestellt. Die Kooperation zwischen den Abteilungen Gestaltung und Wirtschaft und Verwaltung hat ermöglicht, dass Räume, technisches Equipment und Arbeitsmaterialien zur Verfügung standen.

Ein besonderer Dank geht an die Lehrkräfte, die sich beteiligt haben, obwohl sie nicht am Projekt beteiligt waren. Dazu zählen Thomas Kaufmann und Peter Meyer-Liepach, die technisches Equipment und Know-how an die Schülerinnen und Schüler weitergegeben haben, Petra Krüsmann und Diana Wilke, die das Arbeiten in der Werkstatt ermöglicht haben. Außerdem haben sich die Schülerinnen und Schüler der GMF1 eingesetzt und die Ausstellung aufgebaut und fotografiert.

Insgesamt haben sowohl die beteiligten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler als auch viele der Besucherinnen und Besucher das Projekt durchaus positiv bewertet. Dies lässt hoffen, dass der eine oder andere inspiriert wurde, sich zukünftig selbst privat für den Umweltschutz einzusetzen. Die Ausstellung hat gezeigt, wie es möglich ist, Ressourcen zu schonen und einen nachhaltigeren Lebensstil zu führen.

(Text: Marina Gibeau; Fotos: Clas Möller)