Offene Gärten 16. Juni 2019

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Garten des Lernens 2019 - Review

Bereits um 11.00 Uhr hatten sich am Sonntag, dem 16. Juni 2019 zahlreiche Gartenliebhaber am Eingangstor zum Lerngarten der Abteilung Land- und Gartenbau in Iserlohn-Letmathe eingefunden, und den ganzen Tag über erkundeten immer wieder neue Besucherinnen und Besucher das an einem Steilhang angelegte Terrain.

Klar, hier gab es für die Gartenfreunde auch unheimlich viel zu sehen, dient doch der Lerngarten (einschließlich Gewächshäusern) dem Erlernen aller gängigen Pflanzenarten, die bei uns gedeihen: Blumen, Ziergehölze, verschiedene Beerenarten und Nutzgehölze, aber auch in Hinblick auf die Ausbildung der Landwirte verschiedene Getreidearten (Weizen, Hafer, Gerste, Roggen). Ebenso wachsen hier ausgefallene Spezies wie Bananenstauden, der Urweltmammutbaum, der japanische Fächerahorn, Glyzinie, Kiwi usw.

Und damit nicht unklar blieb, was hier überhaupt gedeiht, waren überall im Lehrgarten Schilder mit den Namen der Pflanzen aufgestellt.

Außerdem konnte man im Garten des Lernens ganz konkret erfahren, wie Naturschutz funktioniert. So wurden bereits im April 2018 in einem Unterrichtsprojekt ein Hummelhotel angefertigt sowie vor wenigen Wochen erneut eine Wildblumenwiese angelegt, um durch Pestizide bedrohten Insektenarten wie z.B. Hummeln wieder Lebensraum anzubieten.

In den Gewächshäusern, die ebenfalls den Besuchern offenstanden, konnte man erkunden, wie Zimmerpflanzen und Sommerpflanzen gezogen werden. Darüber hinaus erfuhren die Gartenfreunde, wie man bei der Bekämpfung von Schädlingen vollkommen auf den Einsatz von giftigen Pflanzenschutzmitteln verzichten kann, indem man ganz auf den Einsatz von Nützlingen setzt.

Übrigens gab es für die Besucher auch ein kleines Café geben. Die Einnahmen dieses Cafés flossen dem Erhalt des Gartens zu.

Angehende Gärtner packten im Vorfeld ordentlich mit an

Damit der „Garten des Lernens“ zum „Tag der offenen Gärten im Ruhrbogen“ auch wirklich tipptopp aussah, packten die angehenden Gärtner des 2. Lehrjahres ordentlich mit an. So passten sie die Bepflanzung selbstverständlich jahreszeitlich an, denn Stiefmütterchen und Hornveilchen sind im Juni passé. Daher bepflanzten sie die Beete neu mit Studentenblumen, Ziertabak, Petunien, Vanilleblumen, Chrysanthemen, Eisenkraut etc. Außerdem hängten sie mit Hängegeranien und Hängefuchsien bepflanzte Blumenkästen zur Dekoration auf. Zudem galt es Bodenbedecker (z.B. Zwergmispel und Teppichwacholder) zurückzuschneiden, und das lästige Unkraut musste natürlich auch entfernt werden.

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Ein schonender Formschnitt für die Rotbuchenhecke

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Einsammeln des Abschnitts der Rotbuchenhecke

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Auch die Treppen und Beete müssen von Unkraut befreit werden

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Mühevolles Unkrautjäten am Steilhang

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Unkraut wächst leider auch auf steinigem Boden

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Katharina Hagen zeigt, wie die Schädlingserkennung mit Gelb- und Blautafeln funktioniert

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(Text und Fotos: Clas Möller)

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